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Auf in die Open-(H)Air-Saison
Der Sommer hat seinen Zenit erreicht und ein Konzert oder Open-Air-Festival jagt das andere. Wer dabei sein will, muss einen pflegeleichten und unkomplizierten Look finden, den man auch unterwegs schnell zurechtstylen kann. Wir haben 5 Vorschläge für Haare, die wirklich alles mitmachen.
Das Undone Hair
Lässig und gepflegt aber nicht überstylt. Diese Frisur ist perfekt für Independent- oder Folk-Festivals. Sie passt zu jedem Outfit, ist schnell gemacht und hält das ganze Wochenende ohne lange Restaurierungsarbeiten.
Einfach beim Waschen ein Volumenshampoo in den Haaransatz einmassieren, z.B. Tigi Bed Head Tween Epic Volume Shampoo. Der dazu passende Conditioner verleiht dem Haar zusätzliche Fülle. Anschließend mit den Händen oder einem grobzinkigen Kamm einen Stylingschaum wie die tecni.art volume riche mousse von L’Oréal in die noch feuchten Haare geben und das Ganze über Kopf trocken fönen. Dabei benutzt man am besten einen Haartrockner mit Diffusoraufsatz. Er verleiht dem Haar den charakteristischen Strubbellook. Unsere Empfehlung ist der Remington AC5000 Luxe Ionic, weil er mit 2200 Watt genug Power hat, um das Haar schnell zu trocknen und sein Ionen-Generator die statische Aufladung stark reduziert.
Die Beach Waves
Ein bisschen mondän, ein bisschen California Girl, aber immer noch unkompliziert genug, um nicht das gesamte Festival im Waschraum verbringen zu müssen. Mit dieser sehr sommerlichen Frisur rockt man jedes Popkonzert und stiehlt den Stars auf der Bühne glatt die Schau.
Wichtig bei diesem Look: Bevor man mit dem Styling beginnt, sollte man unbedingt einen Hitzeschutz ins noch feuchte Haar geben. Eine gute Wahl ist der Silk Infusion Silk Reconstructing Complex von CHI – er schützt nicht nur, sondern baut das Haar auch auf. Nach dem Trockenfönen (auf niedriger Hitzestufe) zieht man das Haar in größeren Passen durch ein Glätteisen, z.B. das GBP007E - Mini ICurl von Babyliss, es besitzt gebogene Platten speziell für Locken. Der Trick dabei ist, dass man das Eisen beim Durchziehen zu den Spitzen hin eindreht, um große, schwungvolle Wellen zu erhalten. Zum Fixieren gibt man nun etwas Spray ins Haar (z.B. Glynt - Finish Curl Spray) und fertig sind die Beach Waves.
Alternativ kann man diese Frisur aber auch ohne Glätteisen stylen: Dazu wäscht man das Haar mit Shampoo und Conditioner und knetet es mit einem Handtuch trocken (nicht rubbeln). Jetzt gibt man eine Kur ins Haar, z.B. Great Lenghts Protector Instant Care Spray, sie pflegt die meist sehr beanspruchten Spitzen. Mit einem groben Kamm wird das Haar dann entwirrt. Danach trägt man ein Stylingprodukt auf. Play Ball Pearl Whip von L’Oréal TECNI.ART lässt sich durch die sahnige Textur leicht verteilen und gibt flexible Kontrolle und sanften Halt. Um die Wellen zu formen, nimmt man das Haar zu einem Zopf zusammen (am besten relativ hoch ansetzen) und dreht sie dann zu einem Dutt, der mit einem Haargummi (ohne Metall) fixiert wird. Diesen lässt man komplett trocknen. Ungeduldige Naturen fönen auf niedriger Stufe. Das geht natürlich schneller. Nach dem Entfernen des Haargummis nur noch die Wellen in Form schütteln und eventuell mit etwas Stylingwachs, z.B. Craft Clay von Sebastian zurechtzupfen.
Asymmetrischer Fransenbob (gehackter Look)
Zugegeben, dieser Look ist nicht ganz so unkompliziert, zieht aber auf jedem Electrofestival alle Blicke geradezu magisch an. Extrem wichtig ist hier ein guter Schnitt, den man sich unbedingt vom Fachmann machen lassen sollte. Denn nur wer sehr virtuos mit dem Rasiermesser umgeht, kann diese extravagante Frisur so asymmetrisch und dynamisch schneiden.
Das restliche Styling ist dann aber problemlos zu Hause machbar. Zunächst bringt man z.B. mit La Riche – Directions Flamingo Pink Farbe ins Spiel. Dazu werden die blondierten Haare nach dem Waschen angefönt und ab einer Länge von ca. 8 cm leicht feucht gelassen. Dann kämmt man mit dem beiliegenden Farbkamm zügig kleine Farbportionen ins Haar und spült die Trägeremulsion immer wieder unter fließendem Wasser vom Kamm ab. Nachdem so die Effekte gesetzt wurden, kurz warm fönen und die Haare kalt auspülen. Anschließend werden Sie trocken gefönt. Je nach gewünschtem Deckungsgrad kann man den Vorgang auch mehrmals wiederholen, um verschieden starke Schattierungen ins Haar zu färben.
Mit dem Pure Dream Ionen Keramik Glätteisen von Revlon zieht man die Haare anschließend glatt. Jetzt kann man mit der Hard to Get Paste von Tigi Bed Head die Strähnen in verschiedene Richtungen zupfen und fertig ist der exzentrische Elektrolook. Und da man nach dem Färben nur noch glätten und zupfen muss, eignet sich auch dieser Look perfekt für unterwegs.
Der Punk Look
Der wildeste unter den Festival-Hairstyles
kennt nur eine Regel: the only way is up. In den 80er Jahren schwappten punkige Frisuren vor allem aus England zu uns herüber, inspiriert waren sie aber von den Haaren der Irokesen oder Mohawkindianer. Der Iro wurde legendär und liegt heute wieder voll im Trend. Aber ohne einen fachmännischen Schnitt geht hier erst einmal gar nichts. Der Friseurbesuch ist also Pflicht. Danach ist allerdings alles ganz einfach. Denn die Haare werden in der Regel ja nur wild nach oben gestylt. Im Gegensatz zum alten 80er-Stil werden die Strähnen jetzt nicht mehr streng in Hahnenkammform gebracht. Man gönnt sich inzwischen etwas weichere Linien. Für das Styling sollte man Produkte mit extrastarkem Halt wie das KMS HairPlay Paste up Spray, den HOP Haarlack von Lakme oder die Tigi Rockaholic Punk Out Stylingcreme verwenden. Geformt wird das Haar indem man einzelne Strähnen zwischen den Handflächen, in denen vorher Wachs, Gel oder Creme verrieben wurde, nach oben zieht. Vom 80er-Klassiker, die Haare mit Cola zu stylen, raten wir dringend ab. Es sei denn, man möchte seinen gesamten Festivalbesuch damit verbringen, „verliebte“ Wespen abzuwehren.
Der neue Wet Look
Auch dieser Stil kommt aus den 80ern zu uns zurück. Allerdings wird er 2012 völlig neu interpretiert. Die Haare glänzen zwar feucht aber nicht ölig. Das Ganze wirkt so sehr viel frischer und edler als zu Muttis Zeiten. Besonders langes Haar kann mit Wet Look extrem elegant wirken. Deshalb empfehlen wir dieses Styling vor allem für Klassik-Festivals. Interessant am neuen Wet Look ist die Möglichkeit, nur Teile der Frisur feucht wirken zu lassen, z.B. den Ansatz oder einzelne Partien. Damit können faszinierende Effekte erzielt werden, wie man sie auf den Modenschauen für die Frühjahr- und Sommersaison 2012 überall bewundern konnte.
Für den perfekten Wet Look empfehlen wir Or Graphics von L’Oréal Texture Expert, das Session Serie Wet Look Gel von Tigi Catwalk oder Sheer Straight 06 von Redken. Alle Produkte werden einfach mit den Händen ins feuchte Haar gegeben. Sie verleihen der Frisur leichten Halt und ein glamourös glänzendes Finish. Aber Vorsicht: Wenn sich alle Männer nach Ihnen umdrehen wird Carmen möglicherweise richtig eifersüchtig.


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